Anders als im Hospiz haben die fünf Bewohner der Etage noch „mehr Zeit vor sich“. Je nach Krankheitsbild kann dies eine kürzere – einige Monate – oder auch längere Zeit – mehrere Jahre – sein. Wer weiß, dass sein Leben sehr begrenzt ist und nur noch wenige Monate, wenige Jahre bleiben, lebt anders. Die Bewohner sollen, wenn es noch möglich ist, bis an ihr Lebensende in diesen ihren „vier Wänden“, in der vertrauten Umgebung, der gewohnten Gemeinschaft, mit vertrautem Personal bleiben können und Geborgenheit erleben. Soweit möglich, sollen sie über Umfang und Art der Hilfen selbst bestimmen können.
Zum Konzept gehört, dass den Fragen nach den „letzten Dingen“ nicht nur nicht ausgewichen, sondern spirituellen Fragen der Platz eingeräumt wird, den sie erfordern: Wie will ich sterben? Wie will ich mich verabschieden? Was hat mein Leben ausgemacht? Der Verein arbeitet eng mit dem benachbarten Ambulanten Hospiz Bodhicharya zusammen, der in der Endphase die Sterbegleitung übernehmen kann, soweit dies gewünscht ist.